Essbare Stadtgesellen (eine kleine Auswahl)

Gallium mollugo, Wiesen-Labkraut

So wie auf dem Bild, sammle ich ihn am liebsten. Für die Beilage in den Salat oder in einen Smoothie. Er hat einen eigenen, aber milden Geschmack. Ich sammle ihn das ganze Jahr ab April. Ab Mai sammle ich jeweils auch die Blüten. Er findet sich oft auf Wiesen, am Waldrand und ist sehr früh im Jahr unterwegs.

Plantago lanceolata, Spitzwegerich

Einer meiner Lieblinge. Ich nehme ihn für Smoothies, feingehackt für den Salat oder als Beilage für Gemüsegerichte von April bis Juni und manchmal noch später. Ganz fein sind die zarten Blütenknospen - man kann sie so essen, zum Knabbern gut sind sie auch. Gedünstet mit Knoblauch sind sie besonders fein. Es lohnt sich viele Variationen mit anderen Gerichten auszuprobieren. Geholfen hat er mir auch schon bei einem Bienenstich. Zerquetscht auf den Stich gelegt, hat er wahre Wunder bewirkt.

Sammeltipps

Ich sammle in der Natur höchstens für den aktuellen und den nächsten Tag und lasse von der Pflanze immer genügend stehen, damit sie sich weiterentwickeln kann. Früher habe ich mit Korb und Papiertütchen gesammelt. Heute etwas weniger ökologisch, dafür für mich praktischer mit Aufbewahrungsbeuteln, die ich auswasche und wieder verwende.

 

Ich habe stets ein Bestimmungsbuch und ein Sackmesser dabei. Das ist alles. Zuhause werden die Pflanzen gewaschen und verbraucht oder kühl aufbewahrt für den nächsten Tag. Ich sammle sehr selten Wurzeln. Einfach aus dem Grund, weil ich die Pflanze nicht ihres Standortes berauben will.


Allium ursinum, Bärlauch

Wer kennt ihn nicht, den Bärlauch. Jeden Frühling bevölkert er im Wald ganze Flächen. Bei mir kommt er frisch geschnippselt in den Salat oder ich mache einen feinen Pesto daraus. Sein leichter Knoblauchgeschmack ist spitzenmässig. In Suppen gebe ich ihn erst ganz gegen Schluss rein. Besonders fein und bei den meisten weniger bekannt, sind die essbaren Blüten. Schmecken etwas milder, aber peppen jeden Salat mit ihren schönen Blüten auf.

Glechoma hederaceae, Gundermann

Ab März zeigt er sich und kann bis Juni geerntet werden. Die oberen zarten Triebspitzen mit der Blüte nehme ich sehr massvoll für den Salat und in Gemüsegerichte und Suppen. Warum massvoll, weil dieser Kerl mir etwas streng im Geschmack ist. Man muss selber ausprobieren, wieviel man von ihm geschmacklich verträgt. Für einen Teeaufguss finde ich ihn hingegen wieder echt lecker.

Lamium maculatum, gefleckte Taubnessel

Blätter und Triebspitzen von April bis Oktober. Ein feines Kraut, diese Taubnessel. Für Salat, wenn sie noch jung und zart sind, für Suppen das ganze Jahr durch. Wunderschöne Blüten, die über den Salat gestreut hübsch aussehen. Für Gemüsegerichte und Eintöpfe wunderbar zu verwenden.


Trifolium pratense, roter Wiesenklee

Junge Triebe und Blätter nehme ich von April bis Ende Juni in Suppen und gehackt in Salate. Auch für den Greensmoothie finden sie bei mir ihren Einsatz. Die Blüten streue ich über den Salat oder auf ein Butterbrot. Auf jeder Wiese heimisch.

Phyteuma spicatum, ährige Teufelskralle

Von Mai bis April nehme ich die Blätter und Blüten für Salate oder als Spinat. Wenn die Blüten noch geschlossen sind, kann man sie auch leicht andünsten zusammen mit anderem Gemüse. Er findet sich vor allem im Wald oder am Waldrand

Rumex acetosa, grosser Sauerampfer

Die weichen Blätter und Triebspitzen sind herrlich im Salat und auch im Greensmoothie eine Bereicherung. Auf Wiesen, in Parks kommt er häufig vor. April bis Juli ist Sammelzeit.


Sanguisorba minor, kleiner Wiesenknopf

In der Stadt begegnet er mir noch ab und zu auf offenen Stadtwaldflächen oder in Wiesen. Ich finde ihn fein gehackt im Salat noch toll. Er hat geschmacklich etwas Gurkenähnliches. Für den Greensmoothie ist er in Mischung mit anderen Freunden eh fein. Habe mir vorgenommen ihn im Garten anzusiedeln, weil er früh im Jahr schon für den Gaumenschmauss mit kleinen Portionen bereit steht.

Achillea millefolium, Wiesen-Schafgarbe

Die zarten Grundblätter von März bis April und die weichen Blätter unterhalb des Blütenstandes sammle ich für Gemüsegerichte oder Salate sowieals Beigabe im Smoothie. Die weissen Blüten sind als essbare Dekoration zu nutzen.

Gaumenschmaus

Die Verwendung der essbaren Wildpflanzen sind hier kulinarisch einfach beschrieben. Wer interessiert ist an den Kochkünsten mit  essbaren Wildpflanzen findet viele Anregungen in der Wildpflanzenküche von Meret Bissegger. (Anklicken für Vergrösserung)


Fragaria vesca, Wald-Erdbeere

Die weichen, jungen Blätter nehme ich von März bis April für verschiedene Salate und Gemüsegerichte. Ich habe sie auch schon in einem Greensmoothie verwendet. Mit den kleinen Blüten habe ich auch schon mal einen Tee zubereitet- schmeckt mit Honig gesüsst noch lecker. Die Früchte überlasse ich jeweils der Natur.

Stachys sylvatica, Wald-Ziest

Einer meiner Lieblinge. Die jungen Blätter sind so flauschig und zart. Ich verwende ihn von April bis Juni in Salaten oder Salatsaucen und für Suppen. Die Stengel habe ich auch schon geschält und dann gedünstet. Sie schmecken  toll.

Cichorium intybus, Gewöhnliche Wegwarte

Die feinen zarten Blätter sind noch eine spannende Zugabe für Salate. Später habe ich die Blätter auch schon für Gemüsegerichte verwendet und für Suppen. Während der Blütezeit sind die Blätter bitter, da verzichte ich auf sie und nehme dafür die Blüten als Dekoration über den Salat gestreut.


Cardamine pratensis, Wiesen-Schaumkraut

Ab April bis Ende Mai sind die zarten Blätter und weichen Pflanzenteile eine gute Beilage für Salate, Greensmoothie's und Suppen. Die Blüten sind eine würzige Beilage als essbare Dekoration oder für Gemüsegerichte.

Salvia pratensis, Wiesen-Salbei

Zarte Blätter sind von April bis Mai eine feine Zutat für Salate, Saucen, Suppen und Eintöpfe. Die Blüten über veschiedene Gerichte gestreut sind eine gute essbare Dekoration.

Wildpflanzensalate


Fortsetzung folgt......