Essbare Stadt

Verbunden aber nicht identisch mit dem Thema essbare Stadt sind alle Formen des Urban Gardening resp. der urbanen Landwirtschaft. Die Besonderheit der essbaren Stadt ist es, dass alle  Aspekte in einem Konzept bzw. Projekt vereint sein können: kommerzielle und nicht-kommerzielle Nutzung, öffentliche und private Flächen, gemeinschaftliche und individuelle Aktivitäten, Freizeit- und Berufsgärtnerei, Stadt und Umland, Nutzpflanzen und Ästhetik, Landwirtschaft und Biodiversität.

Narren hasten, Kluge warten, Weise gehen in den Garten. Rabindranath Tagore


News

Eine Vision geht jetzt in Erfüllung! Mit der Gründung der Stiftung EWILPA im Jahr 2015 wurde das erste Samenkorn gelegt, damit die Idee der "Essbaren Wildpflanzenparks" nach und nach verwirklicht werden konnte. Nach entsprechenden logistischen und inhaltlichen Vorarbeiten und Bepflanzungen erfolgt nun am 16. Juni 2018 die offizielle Eröffnung in Kemnath-Waldeck in der Oberpfalz.

Dieser erste essbare Park ist bis jetzt deutschlandweit einzigartig, denn zum einen waren verschiedene Menschen und Institutionen daran beteiligt, zum anderen ist dieser EWILPA nun in einer entsprechend begreif- und begehbaren Dimension mit allen Sinnen und für alle Interessierte dauergeöffnet und „live“ erfahrbar.

Medial bekannte Essbare Städte

Die Stadt Andernach (ca. 30.000 Einwohner) in Rheinland-Pfalz wurde als Essbare Stadt in den Medien bekannt. „Pflücken erlaubt“ statt „Betreten verboten“ heißt es in Andernach. Ob Erdbeeren, Salat oder Zwiebeln: Die Stadtverwaltung lässt überall Gemüse, Obst und Kräuter anbauen – und jeder darf sich bedienen. So werden öffentlichen Parks und Grünanlagen zum Garten für die Bürger. Die öffentlichen Nutzpflanzen zeigen, wie man sich gesund ernährt und steigern die Wertschätzung für regionale Lebensmittel. Ob jäten oder ernten: Jeder darf mitmachen.

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Stadt Andernach (D)

Schweizer Städte

Bericht der Akademie für Naturwissenschaften zur Ernährungsstrategie der Schweizer Städte.

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Todmorden ist eine Kleinstadt mit ca. 15.000 Einwohner in Nordengland. Bekannt wurde es durch die Initiative "incredible edible = unglaublich essbar", die Todmorden als essbare Stadt berühmt machte. Die Gründerinnen Pam Warhurst und Mary Clear starteten die Initiative gegen den Klimwandel. Heute, 10 Jahre danach ist Todmorden ein Vorzeigemodell für eine essbare Stadt mit Schulgärten, einer Lehrgärtnerei und lokaler Landwirtschaft und vielem mehr.

Bericht Beobachter

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Todmorden (GB)

Städte der Zukunft als Selbstversorger

Was früher ein eigener Gemüsegarten war, das ist heute für manche Grossstädter eine Parzelle am Stadtrand. Es ist eine Idee von vielen, die Produktion von Lebensmitteln näher an die Esser zu bringen. Und genau das sollte das Konzept der Zukunft sein.

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In Übelbach (ca. 2.000 Einwohner) wird schon lange und erfolgreich nach biologischen Gesichtspunkten gegartelt. Es gibt unzählige wunderschöne Oasen, die sich über das gesamte Areal der Marktgemeinde erstrecken.
Der Obst- und Gartenbauverein legte in den letzten Jahren immer wieder essbare Plätze an, die von allen ÜbelbacherInnen sehr geschätzt werden! Die endgültige Idee zur "1.Essbare Gemeinde Österreichs/Übelbach" kam dann Anfang 2013 durch die Umgestaltung des Spielplatzes in eine "Essbare Landschaft".

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Gemeinde Übelbach (A)

Ernährungsräte

Die Geschichte der Ernährungsräte beginnt vermutlich mit den Food Policy Councils in den USA und Kanada und dort wiederum 1982 in Knoxville USA. Ernährungsräte sind ein wichtiger Bestandteil der globalen Bewegung für eine Agrar- und Ernährungswende.

Mehr dazu:

inkota netzwerk

speiseräume


Weitere Essbare Städte

Wunderbare und tolle Idee, die in Basel Wirklichkeit ist - für eine essbare Stadt, ernten wo man isst. Urban Agriculture Basel hat eine Fülle von Projekten zum Thema essbare Stadt. Unbedingt reinschauen - und sich inspirieren lassen.  Webseite besuchen

Essbare Stadt Kassel ist als Verein organisiert und und hat in der Zwischenzeit verschiedene Projekte für eine Essbare Stadt aufgebaut - Gemeinschaftsgarten, Permakultur, Obstverwertung, Essbarer Park, Insektenhaus und viele mehr. Webseite besuchen


Essbare Stadt Böblingen - Statement der Initianten: Mit der Initiative Essbare Stadt Böblingen fördern wir nachhaltig die Entwicklung unserer Stadt und möchten vielen Interessierten die Möglichkeit geben, natürliches Essen zu säen, zu pflegen, zu giessen und zu beobachten und zu ernten. Webseite besuchen

 

Transition Town Initative Bonn bietet eine Fülle von Aktivitäten in der Stadt Bonn an. Eine davon ist das Netzwerk „Essbare Stadt und Urbanes Gärtnern“. Es ist eine Plattform und  Treffpunkt für Menschen, Ideen und Aktionen  rund um Urban Gardening und die Essbare Stadt Bonn. Webseite besuchen


Bis 2020 sollen alle Einwohner der Stadt Albi in Frankreich (51.000 Einwohner) Zugang zu Nahrungsmitteln haben, die in einem Umkreis von 60 Kilometern rund um die Präfektur Tarn produziert werden. Auch auf der Speisekarte: städtische Landwirtschaft, geteilte Gärten und kurze Wege. Webseite besuchen

Der Beacon-Food-Forest von Seattle wird in einen essbaren Permakultur-Wald verwandelt. Eine Fläche von 21.000 Quadratmetern wird mit hunderten von Fruchtbäumen, Beeren, Gemüsesorten und Kräutern bepflanzt, welche von Spaziergängern und Anwohnern geerntet werden können. Der Park enthält außerdem integrierte Spielplätze, Liegewiesen und Community-Gärten, welche die Anwohner nach ihren eigenen Vorstellungen selbst bepflanzen können. Webseite besuchen


Urban Farming in Detroit - Gemüse statt Autos

Detroit war einst eine Industriestadt. Heute werden Fabrikgelände in Beete und Äcker verwandelt. Kann die Gartenbewegung die marode Stadt retten? / 27.2.2018

Beispiele dazu:

Earthworks Urban Farm

The Michigan Urban FarmingUrban Farming

Hintergründiges

Studie: Urbane Landwirtschaft - Innovationsfelder für die nachhaltige Stadt? Für die Praxis der urbanen Landwirtschaft können die Ergebnisse von INNSULA einerseits als Inspirationsquelle zur Übernahme und Anpassung von Innovationen, andererseits zur kritischen Selbstreflexion dienen. Außerdem entstand mit der Onlineplattform gruenanteil.net ein interaktives Instrument zur Selbstdarstellung, Vernetzung und zum Informationsaustausch.

Zürich isst

Das Netzwerk «Zürich isst» besteht aus «Zürich isst»-Partnern und weiteren Organisationen, Akteuren und Initiativen, die sich mit den Themen einer nachhaltigen Ernährung auseinandersetzen und die gemeinsam in Richtung einer nachhaltigen Gestaltung des Ernährungsraums Zürich arbeiten.

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Urbane Gärtner erarbeiten eine Basler Ernährungs-Strategie

Was hat die Tomate mit der Stadtplanung zu tun? Immer mehr: Zum ersten Mal erarbeitet in Basel ein Verein die Grundlage für eine städtische Nahrungsmittel-Strategie, die noch nicht in Ansätzen vorhanden ist. Urbane Zentren wie London oder Brighton machen es vor. Artikel onlinereports.ch

Kommunale Ernährungssysteme als Schlüssel zu einer umfassend-integrativen Nachhaltigkeits-Governance.
Im Rahmen des Verbundforschungsprojekts KERNiG soll das kommunale Ernährungssystem der Städte Leutkirch im Allgäu und Waldkirch im Breisgau umfassend untersucht werden – in allen Bereichen von der Produktion, über die Verarbeitung, Versorgung, Zubereitung bis hin zu Konsum und Entsorgung von Nahrungsmitteln in der Stadt.

 

Ernährungsflächen von Städten - Zürich im Vergleich mit Rennes (FR) und Strassburg (FR)
 Anlässlich des Themenmonats "Zürich Isst" fand am 3.9.2015 eine Veranstaltung des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) zum Thema "Wie viel Ernährungsfläche brauchen Zürich und andere Städte?" statt. Auf der Webseite können die Vorträge zu diesem Thema im Powerpoint angeschaut werden. Webseite besuchen

Die US-amerikanische Soziologin Saskia Sassen fordert, die Beziehung der Städte zur Landwirtschaft zu überdenken, um sie auf neue Herausforderungen vorzubereiten. Daniel Podmirseg, Gründer des Vertical Farming Instituts, hat mit ihr für BIORAMA darüber gesprochen, wie sich eine städtische Bevölkerung künftig mit Landwirtschaft identifizieren kann.

Interessantes, wenn auch kurzes Interview mit der bekannten Soziologin und Städteplanerin. /14.4.2018

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Wildpflanzenecke

Buch von Maurice Maggi, Guerillagärtner der ersten Stunde in Zürich. Für ihn heisst essbare Stadt, sich der Vielfalt der essbaren Wildpflanzen und Wildfrüchte zu bedienen. Es geht hier nicht um den Anbau von Gemüse und Beeren.

AT Verlag

 

 

 

 

Die Stiftung verfolgt das Ziel essbare Wildpflanzenparks aufzubauen damit jeder und jede seine Ernährung durch das Sammeln von Wildpflanzen bereichern kann. Der Grundgedanke dabei ist die Idee der Allmende wieder zu beleben.

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Auf der mundraub-Karte kannst du essbare Städte und Landschaften entdecken und zu ihrem Wachstum beitragen. Dazu gibt es auch  das Buch: Geh raus! Deine Stadt ist essbar. Webseite besuchen


Ein Spaziergang rund um essbare Wildkräuter in urbaner Umgebung der EGK Krankenkasse

Wenn im Frühjahr der Bärlauch duftet und im Herbst die Hagebutten rot leuchten, werden diese wildwachsenden Pflanzen noch heute oftmals zu schmackhaften Pestos und vitaminreichen Konfitüren verarbeitet. Früher war es eine Selbstverständlichkeit, Wildpflanzen am Wegrand und im Wald als Nahrungsmittel zu nutzen. Webseite besuchen