Selbstversorgung


Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Victor Hugo

Ist Selbstversorgung in der Stadt überhaupt möglich? Welche Fläche wäre dazu eigentlich notwendig, wenn man sich selber versorgen würde? Und wenn, dann mit was? Gemüse und Beeren oder auch mit allem anderen, was man zum Leben benötigt? Ich sehe das pragmatisch - nur schon eine weitgehende Selbstversorgung mit Gemüse und Kräutern und Beeren ist ein Gewinn und dazu braucht es weniger Fläche als man denken würde. Ein guter Anbauplan mit dem Einbezug von Wintergemüse ist aus meiner Erfahrung sinnvoll.



Im Fokus


Wildes Ernten in den Städten: Von Selbstversorgern und urbanen Mundräubern. Die modernen Mundräuber von heute vernetzen sich online und kartografieren die Stadt neu: Sie halten Ausschau nach Bäumen und Grünanlagen, die Essbares bereit halten.  /18.8.2019

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ALBI: Die erste Stadt Frankreichs – Selbstversorgung mit Lebensmittel. Bis 2020 sollen alle Einwohner der Stadt Albi Zugang zu Nahrungsmittel haben, die in einem Umkreis von 60 Kilometern produziert werden. /3.8.2019

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Gärtner, Artenschützer, Selnbstversorger: Auf 2500 Quadratmeter versorgt ihn sein Garten mit Möhren, Salat, Kartoffeln, Himbeeren und vielem mehr. Alleine dieses Jahr hat Krüger 64 Tomatenpflanzen gesetzt. /7.7.2019

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75.000 Menschen schauen Florian Rigotti auf Youtube beim Garteln zu. Auf seinem You tube Kanal geht es um Selbstversorgung im eigenen Garten. /30.5.2019

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Düsseldorf: Urban Gardening: Zucchini satt: "Meine Ernte" bietet Erntefelder in Düsseldorf an. Das Unternehmen „Meine Ernte“ feiert zehnjähriges Bestehen. Hier können Grossstadt-Gärtner für 229 Euro eine Parzelle mieten. Eine Idee für die Schweiz? /29.4.2019

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Kurz die Welt retten: Carsten Siemering gehört zu den Kleingartenrebellen und legt Wert auf organisches Gärtnern. Der Selbstversorger gewinnt sein eigenes Saatgut. Schönes Porträt. /1.4.2019

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Tipp


Bestseller der 1980er-Jahre und wegweisende Inspiration für eine Generation junger Menschen, die vom Ausstieg träumten: Helen und Scott Nearing waren Vorbilder für Tausende, die einen Weg suchten abseits von vorgegebenen Lebenswegen und übergestülpten Werten. Sie protestierten mit ihrem ganzen Leben gegen den Krieg als Mittel zur Lösung von Konflikten, gegen die Zerstörung der Umwelt, gegen die Wegwerfgesellschaft und ihren Konsum, gegen ein System der sozialen und wirtschaftlichen Diskriminierung. Notabene: Das geschah in den USA in den 1930er-Jahren. Nach den ersten 20 Jahren in  Vermont  haben sie nochmals neu in Maine begonnen (Er 69 Jahre, Sie 48 Jahre alt) und das Buch dazu heisst: Fortführung des guten Lebens. Inspirierende Lektüre. pala Verlag

Fünfzehn Minuten vor dem Zentrum von Los Angeles, nur 100 Meter von einer großen Autobahnausfahrt entfernt, wandelte sich bereits in den 90er Jahren ein kleines Stadtgrundstück in ein Mini-Paradies. Familie Dervaes baut auf jenem Zehntel Hektar 7000 Pfund Bio-Lebensmittel an und liefert 90 Prozent ihrer vegetarischen Kost an Nachbarn und Restaurantbetriebe. Nach eigenen Angaben gibt die Familie weniger als zwei Dollar pro Tag und Person aus und erwirtschaftet durch den Verkauf von überflüssigen Produkten über 20.000 Dollar pro Jahr. Ein Gartenhobby, das zur landwirtschaftlichen Berufung geworden ist. Inspirierendes Beispiel für die Selbstversorgung in der Stadt. /

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Hintergründiges


Weltacker

Das Projekt Weltacker teilt die Ackerfläche weltweit durch die Anzahl Menschen und kommt so auf 2000m3, die jedem Menschen zur Verfügung steht. Diese Fläche muss all unsere Bedürfnisse abdecken. Spannendes Projekt, das greifbar macht, was Selbstversorgung konkret bedeuten würde.

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Welche Fläche ist notwendig?

Andrea Heistinger gibt im Buch Urban Gardening von Christa Müller (S. 316) eine durchschnittliche Flächengrösse bekannt für die Selbstversorgung mit Gemüse und Kräutern, Beeren und Obst. Faktoren, wie Fruchtbarkeit, Vegetationsdauer, Fruchtfolge, Intensität des Gärtnerns und andere Einflüsse bestimmen die notwendige Fläche natürlich mit.

  • Teilweise Selbstversorgung: inklusive Wege und Kompostflächen: 25m2 pro Person
  • Weitgehende Selbstversorgung: 70m2 pro Person
  • Vollständige Selbstversorgung: 170m2 pro Person, davon 20m2 Gemüse für Sofortgebrauch, 40m2 Lagergemüse und Kartoffeln, 100m2 Beeren, Äpfel, Birnen, Nüsse etc. und 10m2 für Wege und Kompostflächen.


Interessanter Blog zum Thema Selbstversorgung auf dem Land. Sehr viele  nützliche Tipps, die auch für die Stadt spannend sind.

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"Sein eigenes Essen anzubauen ist, wie sein eigenes Geld zu drucken." 

Ron Finley

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John Seymours Buch ist wohl ein Klassiker, wenn es um die Selbstversorgung aus dem Garten geht. Das Buch gibt einen sehr schönen Überblick, mit welchem Gemüse und Obst man sich im Garten selbst versorgen kann.



Urban Farming - Selbstversorgung in der Stadt

Urban Farming ist eine weltweite Bewegung. Die Urban Seattle Farm Company im Bundesstaat Washington hat wesentlich zu ihrem Erfolg beigetragen. Ihr Gründer Colin McCrate, 35, baut seit den 90er-Jahren Bio-Gemüse an, angeregt durch Autoren wie Wendell Berry oder Eliot Coleman. /24.2.2018

Interview mit den Gründern

Wie unser Speiseplan aussehen würde, wenn die Schweiz sich selbst versorgen müsste.

Artikel in Aargauer Zeitung



Traditionelle  Selbstversorgung: Russlands Datscha Gärten produzieren 40% der benötigten Nahrungsmittel der Nation /24.2.2018

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Essbare Wildpflanzen in die Gedanken der Selbstversorgung einzubeziehen, finde ich eine sinnvolle Sache. Ich selber bin ein begeisterter Sammler von wilden Gesellen. Ich habe hier eine kleine Auswahl  zusammen gestellt und werde diese laufend ergänzen.